Donnerstag, 13. September 2007

duerfen Amish-People Flipflops tragen?


Nachdem wir uns mit Sonnenschein vom Lake Tahoe verabschiedet haben, und uns in immer kargere Landschaften und Bergpaesse vorgearbeitet haben, sind wir im Regen und Gewitter im Yosemite-Nationalpark angekommen. Da wir bisher nicht immer Glueck mit den Uebernachtungen hatten, haben wir gedacht wir checken gleich mal in die erste Lodge ein. Die hatten auch wirklich nur noch eine Zeltkabine uebrig und wir dachten nur "juhu Glueck gehabt". In dem Park gibt es fast nur Zeltkabinen, die sind auch ganz putzig. Naja wir sitzen also in unserer Zeltkabine und der Regen trommelt um uns herum und der Donner grollt, als wir einen Blick auf die Karte werfen und feststellen dass wir noch fast 60km vom eigentlichen Zentrums des Parks entfernt sind. Da oben waren auch nur so extrem Wanderer die sich wie dubbelig gefreut haben, dass es zu ihrem Glueck auch noch regnet. Na unsere Freude war nicht ganz so gross. 60 km vom eigentlichen Zentrum weg und nur so Bergsteiger-Hanseln um uns rum. juhu. Wir sind dann also zur naechsten Touristen-Info geduest und haben in einer anderen Lodge angerufen, um zu checken ob die noch freie Zeltkabinen auf Lager haben. Na und bei einer Kapazitaet von 460 Zeltkabinen war doch tatsaechlich noch was fuer uns frei. Wir mussten dann aber bei der ersten Logde Bescheid geben, dass es uns unter den ganzen Freaks doch nicht so ganz gefaellt, haben unsere Lebensmittel aus den baerensicheren Kontainer am Parkplatz geretten und dann ab dafuer. Das Wetter wurde auch schlagartig wieder besser je weiter suedlich wir kamen, nur da oben hat es tapfer weiter geregnet - na die Freaks haben es sicher nicht besser verdient :)

Unten haben wir dann wieder eingecheckt, die Lebensmittel in den besagten Kontainern verstaut und erst mal Bierchen gekauft. Den ersten Abend haben wir dann Bier trinkend in der Anlage verbracht und 2 Waschbaeren bei der Suche nach Essen beobachtet.


Am naechsten Tag wollten wir gerade starten, als uns ein Typ erzaehlt hat dass er morgens halb 8 nen Baeren im Baum sitzend fotografiert hat. Wir haben nur ein Reh gesehen ;( . Naja frohen Mutes sind wir dann zu den bekannten Yosemite-Wasserfaellen gewandert (!) nur um zu sehen, dass sie ausgetrocknet sind. Na klaro warum auch nicht? Wir sind aber mutig weiter und haben uns unseren Weg ueber Stock und Stein und durch wilde Flusslaufe gesucht. Es gab zwar auch Bruecken ueber die Fluesse aber Thomas dachte dass sei weniger cool, bis er ausgerutscht ist und bis zur Huefte im kalten Nass stand. Hihi.

Nach 5-6 Stunden lustiger Wanderei hat jeder Spass ein Ende und wir sind zurueck zum Zelt-Lager. Frisch geduscht und vom "all you can eat buffett'' gestaerkt, haben wir uns noch ein bisschen die Beine vertreten und nen Baeren gesehen. Davor hatten wir es noch davon dass wir die Kamera nicht dabei haben uns sicher was geiles sehen, war ja dann auch so. Wir hatten aber auch so Spass an dem Baeren, der sich lustig seinen Weg zu den Autos gesucht hat, um zu schauen ob noch irgend jemand was leckeres fuer ihn uebrig gelassen hat.
Nachts haben wir die Leute immer klatschen und schreien gehoert, da wussten wir dann auch dass der Baer wohl immer noch am Parkplatz abhaengt. Ganz beruhigendes Gefuehl wenn du in einem Zelt liegst und um dich rum ein Schwarzbaer sein Unwesen treibt.

Ach um noch einmal auf den Titel dieses Eintrags zu kommen. Im Zelt neben uns hat sich ein junges Amish-Paerchen nieder gelassen, und sie trug Flipflops zu ihrer Amish-Kluft und daher die Frage: duerfen die das ueberhaupt? Sah auf jeden Fall witzig aus.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich kenn da einen der trägt den ganzen Sommer Flip Flops :)